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Proxmox: Backup-Geschwindigkeit anpassen

Bei einem von mir betreuten Proxmox-Server gehören automatisierte Backups über die in Proxmox integrierte Backup-Funktion zu meinem Backup-Konzept. Da der Server hauptsächlich als Storage-Server genutzt wird, kommen dort anstelle von SSDs noch „normale“ Festplatten zum Einsatz.

Kurz zur Grundkonfiguration: Die VMs laufen in einem RAID10 mit ZFS, die Backups werden auf ein eigenes RAID1 gespeichert. Anfangs funktionierte das auch sehr gut, jedoch kam es bei einer wachsenden VM-Zahl in der Standard-Einstellung während der Backups zu erheblichen Problemen aufgrund der IO-Last.

Die IO-Performance ist bei jedem Backup-Lauf so dramatisch eingebrochen, dass die VMs quasi stillstanden und dementsprechend kaum noch nutzbar waren. Das Problem liegt hier darin, dass Proxmox standardmäßig die Backup-Geschwindigkeit nicht begrenzt, sondern tatsächlich „ausreizt“. Das mag bei einem Backup von SSD zu HDD vielleicht noch funktionieren. Bei ohnehin gut ausgelasteten Festplatten entsteht hier jedoch schnell ein Flaschenhals.

Abhilfe schafft hier eine kleine Anpassung der Proxmox-Konfiguration. Dazu wird direkt auf dem Proxmox-Host in der Datei /etc/vzdump.conf ein Bandbreiten-Limit eingerichtet:

bwlimit: 20480

Die Angabe des bwlimit erfolgt hier in KB/s.

In meinem Fall sind die Backups nicht zeitkritisch, sodass auch ein Backup-Lauf von mehreren Stunden tolerierbar ist. Die Schreibgeschwindigkeit kann hier natürlich vollkommen frei gewählt werden – mit einem Wert von 20480 habe ich persönlich jedoch auf diesem speziellen Host sehr gute Erfahrungen gemacht. Eine ganz konkrete Empfehlung für einen „optimalen“ Wert kann ich an dieser Stelle nicht nennen – dieser hängt ganz erheblich von dem jeweiligen Einsatzzweck.

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